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Informationtechnologischer Kompetenzerwerb

Informationstechnologischer Kompetenzerwerb an der Gesamtschule Halle (Westf.)

Für die Gesamtschule Halle (Westf.) ist es, in Anbetracht immer stärker fortschreitender Technologisierungs- und Digitalisierungsprozesse in unserer Gesellschaft, unverzichtbar, all ihren Schülerinnen und Schülern den Erwerb authentischer informationstechnologischer Kompetenzen zu ermöglichen, sodass ihnen in dieser Hinsicht eine bestmögliche Teilhabe an entsprechenden (gesellschaftlichen) Prozessen ermöglicht werden kann.

Dabei steht für die Gesamtschule Halle (Westf.) außer Frage, dass sich der Erwerb informationstechnologischer Kompetenzen nicht in einer lehrgangsmäßigen Medienausbildung erschöpfen kann, die einem bestimmten Fachbereich angeschlossen ist vielmehr ist der Erwerb informationstechnologischer Kompetenz ein verschiedenen Fachbereichen inhärenter Bildungsaspekt, der allgemein in die Bildungs- und Erziehungsarbeit der Gesamtschule Halle (Westf.) zu implementieren ist und auf unterschiedlichen Ebenen informell und formell zu verlaufen hat.

Um den Erwerb grundlegender informationstechnologischer Kompetenzen bei allen Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Halle (Westf.) durchgängig als ein Unterrichtsprinzip zu fördern und zu fordern, hat sich die Schule dazu entschieden, ab dem Schuljahr 2015/2016 das Konzept des „Medienpasses NRW“ zu nutzen, eine Initiative, die 2011 durch die Regierung des Landes Nordrhein-Westfalen, die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) und die Medienberatung NRW initiiert wurde.

Zur weiteren Ausführung dieses Konzepts sei auf folgende Quelle verwiesen: „Medienberatung NRW (Hrsg.): Leitfaden zum Medienpass NRW, 1. Aufl., Düsseldorf/Münster 2014. Auf der Homepage der Gesamtschule Halle (Westf.) findet sich ein entsprechender Link. Zielsetzung hier soll vor allem die Ausbildung von Fähigkeiten für einen adäquaten Umgang mit (digitalen) Medien – Computer, Smartphone, Roboter – sein, es handelt sich also um eine primär informelle Medienbildung.

Zur Implementierung des Konzepts „Medienpass NRW“ hat die Gesamtschule Halle (Westf.) für die Jahrgangsstufen fünf, sechs und sieben bislang folgende Umsetzung vereinbart (siehe Abbildung 1):

Bildschirmfoto 2016-06-05 um 17.15.33

Der Medienpass NRW beginnt immer im zweiten Halbjahr der Jahrgangsstufe 5 im ersten Halbjahr erhalten alle Schülerinnen und Schüler bereits ihre Zugangsdaten für die Nutzung der Computerräume und werden im Rahmen der Klassenratsstunden (KR) in regelmäßigen Computerwerkstattmodulen darin gefördert und gefordert, erste Erfahrungen im Umgang mit Computern zu sammeln, Ordner- und Verzeichnisstrukturen kennen zu lernen, eigenständig Ordner anzulegen und grundlegend die Funktionalität des Internets zu verstehen.

Mediale Ausstattung der Gesamtschule Halle (Westf.)

Für die Umsetzung des „Medienpasses NRW“ stehen im Schulzentrum Masch der Gesamtschule Halle (Westf.) zwei Computerräume (siehe Abbildung zwei) mit 14 beziehungsweise 15 zeitgemäßen Arbeitsplätzen zur Verfügung. Jeder Computerraum hat einen am PC der Lehrperson angeschlossenen Beamer in jedem Computerraum steht zentral ein A4 Laserdrucker zur Verfügung. Zusätzlich befinden sich in einem Computerraum ein E-Board sowie ein professioneller Scanner. Zudem werden in den nächsten Schuljahren alle Klassenräume der Gesamtschule Halle (Westf.) sukzessive mit einem E-Board ausgestattet.

Um die Nutzung der Computerräume regelmäßig zu ermöglichen, kooperiert die Gesamtschule Halle (Westf.) mit der sich ebenfalls im Schulzentrum Masch befindlichen und in den nächsten Schuljahren auslaufenden Realschule Halle (Westf.). Die administrative Verwaltung der Computerräume haben zurzeit noch die Informatiklehrer der Realschule Halle (Westf.) inne in den nächsten Schuljahren wird dies auf die Gesamtschule Halle (Westf.) übergehen.

Daneben spielen auch die Smartphones der Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Halle (Westf.) eine wichtige Rolle: Während – aus pädagogischen Gründen – der allgemeine Einsatz eines Smartphones im gesamten Schulgebäude und auf dem Schulgelände für Schülerinnen und Schüler untersagt ist, kann, darf und soll eine Lehrkraft dieses Verbot – sofern es didaktisch geboten ist – für ihren eigenen Unterricht zeitweise außer Kraft setzen. So ist es Schülerinnen und Schülern dann möglich, die Zeit für eine Pulsmessung zu nehmen (Naturwissenschaften), Fotos und Videos für Präsentationen und Projekte aufzunehmen (Kunst, Deutsch, Gesellschaftslehre) oder eine Recherche durchzuführen (jedes Fach).

Diese Erlaubnis wird jedoch stets an einen verantwortungsvollen Umgang mit den etwaigen erstellten und gesicherten Daten geknüpft. Darüber werden die Schülerinnen und Schüler wiederholt entsprechend informiert. Aus diesem sensiblen Miteinander von allgemeinem Nutzungsverbot und zeitweiser Erlaubnis erlernen die Schülerinnen und Schüler „nebenbei“, wie das digitale Medium Smartphone sicher, den geltenden Gesetzen folgend und vor allem sinnvoll und gewinnbringend eingesetzt werden kann. In diesem Rahmen denkt die Gesamtschule Halle (Westf.) auch darüber nach, ab dem Schuljahr 2016/2017 regelmäßig Projekttage zur Medienbildung durchzuführen sowie am Projekt Medienscouts NRW teilzunehmen (siehe hierzu www.medienscouts- nrw.de/mitmachen).

Ein LEGO®- MINDSTORMS®-Zentrum an der Gesamtschule Halle (Westf.)

Auf der erweiterten Ebene des informationstechnologischen Kompetenzerwerbs gilt es für die Gesamtschule Halle (Westf.) als angezeigt, ihre Schülerinnen und Schüler ferner dafür zu sensibilisieren, dass sich informationstechnologische Kompetenzen nicht in einer informellen Medienbildung erschöpfen vielmehr sollen sie erfahren, dass der Erwerb authentischer informationstechnologischer Kompetenzen auch eine formelle Medienbildung beinhaltet, nämlich die im Alltag anzutreffenden (digitalen) Medien hinsichtlich ihrer Funktionsweisen zu verstehen und sie nicht nur adäquat bedienen oder nutzen zu können. Es geht also darum, den Schülerinnen und Schülern weiterhin das (digitale) Medium selbst zum Lerngegenstand werden zu lassen, um so zu einem wirklichen informationstechnologischen Kompetenzerwerb zu gelangen.

Um den informationstechnologischen Kompetenzerwerb der Schülerinnen und Schüler in der Art auszubauen, hat sich die Gesamtschule Halle (Westf.) in Kooperation mit dem zdi-Zentrum pro MINT Gütersloh auf den Weg gemacht, ein LEGO®- MINDSTORMS®-Zentrum einzurichten.

Die damit verfolgten Ziele sind vielgestaltig: Indem die Schülerinnen und Schüler zunächst in einem „LEGO®- MINDSTORMS®- Grundlagenmodul“ in den Jahrgängen fünf/sechs in einem teamorientierten, kommunikativen sowie präsentations- und problemlösungsorientierten Rahmen selbstständig einen LEGO®- MINDSTORMS®-Roboter bauen und mit entsprechender Computersoftware programmieren, sammeln sie erste Erfahrungen hinsichtlich der Funktionsweise eines (digitalen) Mediums – Roboter – und werden nicht nur einfach darin geschult, es hinreichend bedienen zu können.

Weiterhin sollen diese ersten gewonnenen Erfahrungen ganz konkret in den Kernunterrichtsfächern und Wahlpflichtfächern Mathematik, Naturwissenschaften und Arbeitslehre in den Jahrgangsstufen sieben bis zehn aufgegriffen und dort jeweils lehrplanorientiert ausgebaut werden – über die feste Etablierung des Unterrichtsfachs Informatik im Rahmen der Ergänzungsstunden und die Möglichkeit des Erwerbs des Europäischen Computerführerscheins ECDL in den Jahrgangsstufen sieben bis zehn wird zurzeit nachgedacht eine Arbeitsgemeinschaft Robotik ab Jahrgangsstufe sieben bis zehn, welche im AG- Bereich der Gesamtschule Halle (Westf.) verortet wird, in der die Schülerinnen und Schüler jahrgangsübergreifend ihre im LEGO®- MINDSTORMS®-Zentrum gewonnenen Erfahrungen gebündelt einbringen und konstruktiv ausbauen können, indem sie schwerpunktmäßig an entsprechenden Wettbewerben teilnehmen, ist in Planung.

In Form von fächerübergreifenden Projekten, die in den Fachkonferenzen sowie in einer LEGO®- MINDSTORMS®-Arbeitsgruppe erarbeitet und in den jeweiligen Jahrgangspartituren festgeschrieben werden, sollen alle Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Halle (Westf.) regelmäßig das LEGO®- MINDSTORMS®-Zentrum besuchen. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schüler verschiedene fachliche Inhalte besser konkret werden zu lassen und gleichzeitig zu einem authentischen informationstechnologischen Kompetenzerwerb bei den Schülerinnen und Schülern beizutragen.

Schließlich sollen aber auch andere Schulen die Möglichkeit erhalten, das LEGO®- MINDSTORMS®- Zentrum der Gesamtschule Halle (Westf.) zu besuchen und dort die angesprochenen Projekte in Form entsprechend modifizierter LEGO®- MINDSTORMS®-Kurse mit Schülergruppen zu absolvieren. Auf diese Weise sieht die Gesamtschule Halle (Westf.) die Möglichkeit, weitere Ideen und Konzepte in Verbindung mit dem LEGO®- MINDSTORMS®- Zentrum für Handlungsperspektiven hinsichtlich ihrer MINT-Profilbildung zu erhalten.

Folgende Ideen werden zurzeit diskutiert: Die Bereitstellung eines Fortbildungsangebots für Lehrerinnen und Lehrern im Bereich LEGO®- MINDSTORMS®, die Umsetzung von Projekten im Bereich LEGO®- MINDSTORMS® in Kooperation mit Partnern aus der Wirtschaft im Sinne einer Berufswahlvorbereitung für Schülerinnen und Schüler, ein Ausrichten von Wettbewerben im Bereich LEGO®- MINDSTORMS® und die Etablierung einer schulenübergreifenden LEGO®- MINDSTORMS®-Arbeitsgemeinschaft in Halle (Westf.), in der Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersgruppen mit Lehrerinnen und Lehrern, Eltern und Vertretern verschiedener Unternehmen in Halle (Westf.) und Umgebung zu verschiedenen LEGO®- MINDSTORMS®-Projekten arbeiten und von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des zdi-Zentrums pro MINT Gütersloh begleitet werden.

Auch über eine Kooperation mit dem teutolab-mathematik und dem teutolab- physik der Universität Bielefeld hinsichtlich der Etablierung von Satellitenlaboren an der Gesamtschule Halle (Westf.) wird in diesem Rahmen nachgedacht.

Insgesamt sucht die Gesamtschule Halle (Westf.) durch diese informelle wie formelle Medienbildung zu einem innovativen Lernklima beizutragen und einen nachhaltigen und wirklichen informationstechnologischen Kompetenzerwerb der Schülerinnen und Schüler zu erreichen, um sie zukunftsorientiert auf den Übergang von der Schule in den Beruf vorzubereiten. Im Schuljahr 2015/2016 und in den nächsten Schuljahren werden hierzu entsprechende Fortbildungen durchgeführt.

Wettbewerb Informatik-Biber

In der Absicht, fortwährend das Interesse der Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Halle (Westf.) an Informatik aufrecht zu erhalten und auch ein stückweit einzufordern, nimmt die Gesamtschule Halle (Westf.) ab dem Schuljahr 2016/2017 am jährlich stattfindenden Wettbewerb „Informatik-Biber“ teil. Hierbei handelt es sich um einen Informatik-Wettbewerb für Kinder und Jugendliche der Klassenstufen fünf bis dreizehn, der einmal jährlich im November stattfindet.

Durch diesen Wettbewerb soll Kindern und Jugendlichen aufgezeigt werden, wie vielseitig und alltagsrelevant Informatik ist, ohne dabei von ihnen informationstechnologische Vorkenntnisse zu fordern. Der Wettbewerb Informatik-Biber zielt darauf ab, Kinder und Jugendliche zur weiteren Auseinandersetzung mit Informatik zu motivieren sowie erworbene informa- tionstechnologische Kompetenzen auszubauen.

Der Informatik-Biber ist ein Projekt der Bundesweiten Informatikwettbewerbe – eine Initiative der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), des Fraunhofer-Verbunds IuK-Technologie und des Max-Planck- Instituts für Informatik, die allesamt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert werden – und der Einstieg zum Bundeswettbewerb Informatik. Für ausführliche Informationen sei an dieser Stelle auf die Website des Informatik-Bibers verwiesen: www.informatik-biber.de sowie auf den entsprechenden Link auf der Homepage der Gesamtschule Halle (Westf.).

Perspektiven

Für einen langfristigen Erfolg eines authentischen informationstechnologischen Kompetenzerwerbs bei den Schülerinnen und Schülern ist es unerlässlich, über den schulischen Lernort hinaus kontinuierlich eine Verknüpfung informeller und formeller Medienbildung zu erreichen und sicherzustellen. Über entsprechende Handlungsperspektiven, besonders auch im Hinblick auf die Berufswahlvorbereitung wird zurzeit beraten ein „MINT-Berufsparcours“ in einem IT-Unternehmen der näheren Umgebung der Stadt Halle (Westf.) wird diskutiert sowie eine Kooperation mit dem teuto- lab-robotik der Universität Bielefeld im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Robotik. Ebenso werden weitere medienpädagogische Ideen erörtert: die Erweiterung des AG-Angebots der Gesamtschule Halle (Westf.) durch eine Film-AG, in deren Rahmen eine Netzwerkfilmkooperation mit dem Kreis Gütersloh erfolgen könnte, sowie einer Programmier-AG.

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Die folgende Mindmap stellt den informationstechnologischen Kompetenzerwerb für Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Halle (Westf.) noch einmal überblickartig dar. Perspektivische Elemente sind kursiv und fett hervorgehoben, bereits etablierte Elemente gelb und sich aktuell im Planungsprozess befinden Elemente blau markiert (Abbildung 3).